SG belohnt sich nicht für gutes Spiel!

SG Serkenrode/Fretter 0:0 Tura Freienohl

Dreimal hintereinander in einem Meisterschaftsspiel ohne eigenen Torerfolg. Das hat es in Zeiten der SG noch nie gegeben. Und auch in Serkenrode muss dieses Ereignis zuletzt im vorigen Jahrtausend stattgefunden haben.

Positiv zu sehen ist die Tatsache, dass man zum 1. Mal in der neuen Liga die Null halten konnte.

Das Spiel endete nicht etwa torlos weil sich beide Mannschaften keine Chancen herausspielten, sondern weil sie vor dem Tor die teilweise glasklaren Chancen nicht nutzten. Hier hatte die SG ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen. Fünf 100%igen Chancen der Heimmannschaft standen lediglich deren zwei für Freienohl gegenüber.

Bereits nach zwei Minuten war Christian Günther über links auf und davon, doch seine Hereingabe konnte der Torwart vor dem einschussbereiten Moritz Heimes abfangen. Dann war es Moritz Heimes selbst, der über links seinen Gegenspieler stehen ließ und alleine aufs Tor zulief, mit einem angetäuschten Schuss ließ er den Keeper zu Boden sinken, seinen anschließenden Lupfer angelte sich der Torwart mit einer Hand von der Linie (10.). Hier wäre im Nachhinein ein Querpass auf den freistehenden Mitspieler die bessere Lösung gewesen. Dann hatte auch der Gast seine erste Offensivaktion. Nach einem Pass in die Schnittstelle tauchte der Tura-Stürmer alleine vor Felix Baier auf. Auch er täuschte zunächst einen Schuss an und Felix Baier tauchte ab. Der Gästespieler setzte den anschließenden Schuss jedoch über das Tor (18.). Nun war die SG aber wieder an der Reihe. Zunächst landete ein Schuss von Felix Schmidt-Holthöfer am Außennetz (25.). In der 32. Minute steckte Pawel Gralla durch für Julian Reuter, der nun alleine aufs Tura-Tor zusteuerte und wohl zu viel Zeit zum überlegen hatte, denn sein Abschluss wurde zur sicheren Beute vom Gästekeeper.  Der Gast aus Freienohl hatte in der 1. Halbzeit die reifere Spielanlage, jedoch waren sie 20 Meter vor dem Tor mit ihrem Latein am Ende. Die SG konnte ihre Vielzahl an Chancen nicht nutzen, so dass es torlos in die Pause ging.

Nach der Pause machte Freinohl zunächst Druck und drängte die SG in die eigene Hälfte. Allerdings fing sich unsere Mannschaft und ab der 55. Minute ging es hauptsächlich nur noch in eine Richtung. Nun hielt man den Gast auch spielerisch in Schach und es ergaben sich wieder hochkarätige Einschussmöglichkeiten. Nach einem Pass in die Schnittstelle scheiterte F. Schmidt-Holthöfer jedoch wieder am starken Tura-Torwart (62.).

Dann wurde Julian Reuter 5 Meter vor dem Tor freigespielt, doch er bekam den Ball nicht richtig unter Kontrolle und wurde im letzten Moment am Abschluss gehindert (70.).

In der 80. Minute setzte sich Moritz Heimes über die rechte Seite durch und sein Rückpass erreichte den heranstürmenden Pawel Gralla zentral zehn Meter vor dem Tor. Die Zuschauer machten sich schon fertig zum Jubeln, doch sein Schuss ging um Haaresbreite am rechten Winkel vorbei. Hier wäre sogar der Gästetorwart machtlos gewesen. Der durfte sich erst wieder in der nächsten Szene beweisen. Moritz Heimes setzte sich diesmal über links durch und spielte zurück auf Julian Reuter, dessen Schuss aus acht Metern noch abgefälscht wurde, doch irgendwie bekam der Gästekeeper seine Schulte noch an den Ball und der Ball ging am Pfosten vorbei. Hier kann man wohl vom Glück des Tüchtigen sprechen (85.).

Ein Zuschauer aus Freienohl merkte nach dieser Szene an: “Zum Glück haben die kein Zielwasser gesoffen?“

Und eigentlich endet dann ein Spiel so, wie es in der 88. Minute um ein Haar passiert wäre. Einer der wenigen Tura-Angriffe der 2. Halbzeit endete am langen Pfosten bei einem allein gelassenen Angreifer, der den Ball aus kurzer Entfernung jedoch am Pfosten vorbei setzte. Damit blieb es beim 0:0.

Vor dem Spiel hätte man auf SG-Seite sicherlich mit einem Punkt leben können, denn was man im Vorfeld vom Gegner alles gehört hatte, war schon recht ordentlich. Nach dem Spiel, bei der Vielzahl der herausgespielten Chancen war es eindeutig zu wenig.

Und die nächste Aufgabe wird nicht einfacher. Der SUS Langscheid/Enkhausen, trotz ihres Fehlstarts in die Saison, für einige ein Kandidat für den Aufstieg, wartet dann auf unsere SG. Den Fehlstart hat der SUS am Sonntag eindrucksvoll korrigiert und den FC Gierskämpen mit 12:0 nach Hause geschickt.

Eindrucksvoll an diesem Sonntag war wieder einmal die Zuschauerkulisse. Gute 300 sorgten für eine tolle Atmosphäre in Serkenrode.

 

Tore: Fehlanzeige

 

Kader:

Felix Baier, Michael Hennes, Kevin Arens, Julian Reuter (88. Savas Ayhan), Pawel Gralla, Niklas Schmidt, Dennis Engelmann, Philipp Schmidt-Holthöfer, Christian Günther (78. Matthias Schmidt-Holthöfer), Moritz Heimes, Felix Schmidt-Holthöfer, Marvin Spreemann, Stefan Tomek, Kilian Cremer

 

 

 

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